Astrid Schröder zeichnet mit dem Pinsel senkrechte Linien, deren Länge von der Konsistenz der Farbe abhängt. Dies und das Prinzip der Wiederholung sind der Ausgangspunkt, von dem aus sie ihr Werk entwickelt – die „kontrollierte Handschrift“ wird zum Bildinhalt. So sind die „Notationen“ seit 1997 Basis für farbige Malerei, deren Minimalismus der Linie, der Purismus der Zeilenordnung ihren Herzschlag in jeder Linie spürbar machen.

 

Zunehmend entstehen in den mono – bis polychromen Linienbildern optisch dreidimensionale Gefüge, wenn sie ihrer Intuition folgend, beim hoch konzentrierten Arbeiten den Gewichtungen von Linien und Feldern nachspürt und wenn sie ihre Handlung nutzt, Bewegungsmuster in Erscheinung treten zu lassen.

So wie Astrid Schröder mit den Mitteln der Malerei und auch mit Papier und Bleistift per Hand zeichnet, geht sie den gleichen Weg, nur viel langsamer und Schritt für Schritt, als würde man schneller mit der Rechenleistung moderner Computer, die problemlos Millionen Rechenanwendungen iterativ anwenden können und so schlussendlich ein Bild der Natur liefern können.

 

Anmerkung: IFS - Iterierte Funktionssysteme

Mittels Iterierter Funktionssysteme kann man mit wenigen Regeln komplexe und natürlich aussehende Formen erzeugen.

Dabei werden auf Punkte in der mathematischen Ebene R² wiederholt (Iteration) linear affine Transformationen angewendet.